Alex' Erfahrung als Erasmus-Demi-Au-pair in Sevilla

Nachdem mir von meiner Uni der Erasmus-Platz in Sevilla zugesagt wurde, fing ich an, mir einige Gedanken darüber zu machen, wie ich dort vor Ort mein Leben so gestalten könnte, dass ich möglichst viel aus der Zeit mitnehme. Ich wusste, ich würde ca. 20 Stunden die Woche Uni haben. Mir war aber auch von Anfang an klar, dass ich nicht wegen der akademischen Weiterbildung nach Sevilla wollte, sondern um mich sprachlich weiterzuentwickeln. Ich hatte kurz vorher an der Uni begonnen, Spanisch zu lernen und habe mich direkt in die Sprache verliebt. Dementsprechend wollte ich meine Spanisch-Fähigkeiten so gut wie nur möglich in Sevilla ausbauen. Allerdings neigen Erasmus-Leute dazu, ihre Grüppchen nur untereinander zu bilden, um dann ausschließlich Englisch oder ihre Muttersprache zu sprechen. Davon wollte ich mich möglichst distanzieren.

Also habe ich überlegt, wie ich sicherstellen konnte, einen möglichst spanischen Alltag zu haben und kam auf die Idee, mir eine Gastfamilie zu suchen. Nach einer kurzen Internet-Recherche bin ich direkt auf Au Pair Conecta gestoßen, die mich mit ihrem Demi Au-Pair Programm, bei dem man quasi ein Teilzeit-Au Pair ist, und der tollen Betreuung durch Belén direkt überzeugt haben. Direkt nachdem ich sie angeschrieben habe, hat mich Belén kontaktiert und wir haben geskyped, damit sie mir alles persönlich erklären konnte. Sie spricht Spanisch muttersprachlich, ist aber auch in Deutsch und Englisch fließend, was die Kommunikation deutlich erleichtert. Die Vermittlung an die Familie ging letztendlich sehr schnell und problemlos.

Ich hatte eine wahnsinnig tolle Familie, die mit ihren drei Kindern in Sevilla wohnt. Sie haben mich mit allem versorgt, was man irgendwie zum Leben braucht. Ich habe mich die ganze Zeit vor Ort sehr wohl gefühlt. Auch durch Belén und ihre Agentur habe ich mich rundum gut betreut gefühlt. Direkt am Anfang hat Belén ein Treffen mit allen Au-Pairs organisiert, damit man sich untereinander kennenlernen und Freundschaften schließen kann. Ich hatte immer das Gefühl, dass, falls sich ein Problem ergeben sollte, ich mich absolut vertrauensvoll an Belén wenden könnte und sie ihr Bestes tun würde, um mir zu helfen.

 

Erasmus und Au Pair ist wirklich die perfekte Kombination. Leider ist das Konzept Erasmus und Au-Pair nicht besonders weit verbreitet. Ich glaube, dass es vor allem daran liegt, dass die Leute nicht auf die Idee kommen, die beiden Sachen zu kombinieren. Zumindest hatte ich auch den Eindruck, dass viele von den Erasmus-Menschen, mit denen ich darüber gesprochen habe, ganz begeistert waren und meinten, wenn sie von sowas vorher gewusst hätten, wäre das für sie auch eine attraktive Option gewesen.

Es ist wirklich schade, dass kaum jemand auf die Idee kommt, denn Erasmus und Au-Pair passen super zusammen. Das Zeitmanagement funktioniert hervorragend und man lernt Land und Leute so aus unterschiedlichen Perspektiven kennen. Was außerdem für ein Au Pair in Sevilla spricht, ist dass die Stadt einfach nur großartig ist und man von dort aus tolle Ausflüge in den Rest Andalusiens/Spaniens/Marokkos machen kann.

Insgesamt bin ich sehr denkbar für die Zeit in Sevilla und Beléns tatkräftige Unterstützung. Und ich kann allen Menschen, die meine Zeilen gerade lesen und vielleicht noch zweifeln, ob Au-Pair das richtige für sie ist, nur raten, euch zu trauen und Belén einfach mal zu kontaktieren. Danach seid ihr bestimmt ebenso begeistert wie ich!